Vorschau zum Halbfinale in Wimbledon: Federer gegen Berdych

Murray ist draußen, Djokovic auch und Nadal ebenfalls. Das Schicksal scheint Roger Federer einen noch nie dagewesenen achten Titel in Wimbledon zu bescheren.

Im Jahre 2012 ging Federer das letzte Mal stolz als Sieger von einem Centre Court. Fünf Jahre später wird er aber bejubelt, mitunter das beste Tennis seiner Karriere zu spielen. Das stolze Alter von 35 scheint ihm dabei nicht in die Quere zu kommen.

Bevor wir nun aber König Roger und seinem Sieg in Wimbledon 2017 voreilig feiern, müssen wir das Halbfinale gegen Tomas Berdych genauer unter die Lupe nehmen. Diese Hürde ist ja auch noch zu nehmen.

Der 31-jährige Tscheche stand bereits 2010 im Finale von Wimbledon und weiß, auf Gras zu spielen. Das bedeutet natürlich auch, dass ein Sieg Federers keinesfalls garantiert ist.

So lief Federers Saison bisher

2017 ist Federer in einer bestechenden Form. Jegliches Lob ist völlig gerechtfertigt und das unabhängig vom Alter.

Im Januar hat Federer seinen 18. Grand-Slam-Titel bei den Australien Open gewonnen. Auf dem Weg zum Sieg hat er Berdych aus dem Turnier geworfen.

Federer hatte einen Auftakt nach Maß hingelegt. Im März konnte er einen 25. Masters-Titel in Indian Wells einfahren. Natürlich half ihm dabei, dass er von Verletzungen verschont blieb.

Er holte sich auch den Titel beim Miami Masters und hat somit ein drittes sogenanntes Sunshine Double (Indian und Miami) gewonnen.

Sandplätze hat er als Schwäche ausgemacht und deswegen hat er die gesamte Sandplatz-Saison ausgelassen. Natürlich verpasste er somit auch die French Open. Dieser Schachzug hat sich als clever und richtig erwiesen. Bei seiner Rückkehr konnte er seinen neunten Titel bei den Halle Open gewinnen. Dabei hat er keinen einzigen Satz abgegeben.

Berdychs Saison bis zu diesem Zeitpunkt

Berdych hat bisher noch nie ein Grand-Slam-Tournier gewonnen. In den Top 20 der Weltrangliste hält er sich aber seit einigen Jahren auf.

Ein großer Titel fehlt Berdych noch. Möglicherweise glaubt er, dass nun seine beste Chance dafür ist.

2017 stand Berdych allerdings weniger im Rampenlicht. Er hat bisher nur ein Finale erreicht und das war beim ATP Open Parc Auvergne-Rhone-Alpes Lyon. Er hat gegen Jo-Wilfred Tsonga 6-7 (2-7) und 5-7 verloren.

Vor Wimbledon hat Berdych bei den ATP Aegon Championships im Queens Club teilgenommen. Im Viertelfinale ist der dann gegen Feliciano Lopez mit 6-7 (5-7), 7-6 (7-1) und 5-7 ausgeschieden.

Direkter Vergleich

Beide Spieler sind in ihren Dreißigern. Natürlich sind sie während der ATP Tour schon mehrmals aufeinander getroffen.

Die beiden haben sich bei ATP-Turnieren insgesamt 24 Mal getroffen. Mit 18 Siegen kann Federer eine Erfolgsquote von 75 Prozent vorweisen. Nach Adam Riese hat Berdych sechs Mal gewonnen, was einem Siegverhältis von 25 Prozent entspricht.

In 2017 sind die beiden zweimal aufeinander getroffen und Federer ging beide Male als Sieger vom Platz. Die Spiele fanden bei den Australien Open und den Miami Masters statt.

Für Statistiker ist interessant, dass Federer beide Male den Titel für sich verbuchen konnte, nachdem er Berdych aus dem Turnier geworfen hat. Lässt sich so etwas schon als Zeichen für die verbliebenen Spieler werten?

Tipps für eine Wette

Natürlich sagen viele einen Sieg für Federer voraus. Die Zeichen stehen auf einen Sieg über Berdych auf dem Center Court. Einen Tag vor dem Spiel steht Federer auch bei den Buchmachern wesentlich höher im Kurs. Am 13. Juli 2017 ist bei Bet Way die Quote für einen Federer-Sieg bei 1.12. Für Tomas Berdych liegt die Quote bei 6.00.

Die ganze Sache sieht nach einem relativ klaren Sieg für Federer aus. Er hat seine Form schon untermauert, indem er den Finalisten aus dem Vorjahr, Milos Raonic, klar vom Platz gefegt hat.

Die Frage ist aber auch, ob Federer Berdych ohne Satzverlust schlagen kann? Berdych sollte nach seinem Viertelfinale gegen Djokovic ziemlich gut ausgeruht sein. Der Serbe musste verletzungsbedingt früh im zweiten Satz aufgeben.

Das macht die ganze Sache interessant. Dass Federer das Match klar in drei Sätzen gewinnt, steht bei 1.85. Das ist natürlich verlockend.

Sollten Sie aber darauf wetten, dass Berdych einen Satz gewinnt, können Sie besser absahnen. Die Quote für ein 3:1 für einen Sieg von Federer 3:1 steht bei 3.50.

Bei den Satzwetten würden Sie am meisten Geld machen, wenn Sie auf ein 3:1 für Berdych wetten. Hier gibt es eine Quote von 14.00.

Top-Tipp

Federer sieht im Moment nicht schlagbar aus. Die Weichen für einen achten Wimbledon-Sieg sind gestellt. In dieser Saison hat Federer seinen Rivalen Berdych bereits zweimal geschlagen und jedesmal auch den Turniersieg mitnehmen können.

Ziehen Sie all die Daten und den verlauf der Saison 2017 in Betracht, dann liegt es nun ganz an Ihnen, wie viel Risiko sie in einer Wette unterbringen möchten.

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